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| Sonntag, 22. April 2012 um 00:00 |
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Auftakt in die neue Saison!
Verbesserungspotenzial bei Flori Bauer
Der erste Lauf zur internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft 2012 auf dem Lausitzring, vor einer Woche, hätte für den Markgröninger Rennfahrer Florian Bauer durchaus besser laufen können. Schon der vor zwei Wochen angesetzte offizielle IDM Test in der Lausitz fiel dem Wetter (4 Grad Außentemperatur) zum Opfer. Die freien Trainings am Freitag werden normalerweise für die Erarbeitung einer optimalen Fahrwerksabstimmung genutzt. Im ersten Training konnten jedoch aufgrund der niedrigen Temperaturen keine brauchbaren Erkenntnisse erzielt werden. Im zweiten Training war nach 10 Runden Schluss: Motorschaden aufgrund eines abgerissenen Ventils. Durch ein super Teamwork wurde in Rekordzeit der Ersatzmotor eingebaut, jedoch ereilte den Schwaben im dritten freien Training wieder der Defektteufel. Diagnose: Kupplung defekt!
Dieser Verlauf erschwerte die Abstimmungsarbeit für die Qualifyings enorm. Somit war ein 16. Platz im ersten Quali und ein 22. Platz in der zweiten und letzten Session ganz und gar nicht perfekt, aber aufgrund der Umstände kein Grund für schlechte Stimmung im Team.
Für das Rennen am Samstagnachmittag wurden in Sachen Fahrwerk noch Änderungen vorgenommen, um eventuell weitere Fortschritte zu erzielen. Die Änderungen stellten sich während des Rennens als wenig brauchbar heraus und verursachten enorme Probleme in Sachen Reifenhaftung. Das ganze Rennen über kämpfte er bis zum Schluss mit einer fünf Mann starken Gruppe um den 18. Platz, wobei am Ende ein 19. Platz zu verbuchen war. Punkte (bis Platz 15) waren das ausgesprochene Ziel vor der Saison, somit konnte man mit diesem Ergebnis nicht zufrieden sein. Für das Rennen am Sonntag wurde die Fahrwerksgeometrie in Richtung mehr Grip geändert, was sich als die richtige Richtung erwies. Gleich am Start konnte Flori in die Punkteränge vordringen und blieb auch das gesamte Rennen über zwischen dem 13. und 15. Platz. Ein harter aber ausgesprochen fairer Kampf mit seinem Schweizer Kontrahenten Christian van Gunten sorgte auch bei den Zuschauern für viel Unterhaltung. In der letzten Runde plante Flori den entscheidenden Angriff auf zwei Meisterschaftspunkte, doch ein plötzlicher Elektronikdefekt machte dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung und das Wochenende vollkommen zum abhaken. Wenn es schon so nicht läuft, kommt auch noch Pech dazu. Die vielen Rückschläge sind jedoch kein Grund für deprimierte Gesichter im Team, das wieder einmal eine super Mannschaftsleistung gezeigt hat und immer weiter kämpfte. Auch Manuel, das neue Mitglied für die Datenauswertung, arrangierte sich perfekt und hat eine super Leistung gezeigt. Für das nächste Rennen in einer Woche in der Motorsportarena Oschersleben will TSB-Racing O’Neal wieder angreifen und zum ersten Mal in dieser Saison Punkte sammeln. |